Genehmigungsverfahren geht voran

Konsortium zieht positive Zwischenbilanz – Weitere Bohrung geplant

Speyer, 15.7.2014. Das Erdöl fördernde Konsortium, bestehend aus der Palatina GeoCon GmbH & Co. KG sowie der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH, befindet sich derzeit in der Vorbereitung zur offiziellen Antragstellung von Planfeststellungsverfahren und zieht insgesamt eine positive Zwischenbilanz.

 „Aus heutiger Sicht werden wir voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres bei der zuständigen Landesbergbehörde alle erforderlichen Anträge für unser Projekt stellen können“, erklärt Projektleiter Andreas Frank den weiteren Zeitplan. Das Konsortium möchte die Planfeststellung zur Erweiterung der Ölproduktion auf den bereits bestehenden Betriebsplätzen, des Baus einer zentralen Aufbereitungsanlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk sowie einer Feldleitung beantragen.

Scoping-Termin und Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgreich verlaufen

 „Wir haben bereits wichtige Schritte in der Vorbereitungsphase absolviert und werden nun weiter voran gehen“, so Frank. Nach der Information der Öffentlichkeit im Rahmen einer Reihe von Veranstaltungen im Sommer 2013 folgte im November 2013 der so genannte Scoping-Termin. Dazu eingeladen waren Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange sowie anerkannte Umwelt- und Naturschutzverbände. Das Konsortium stellte hierbei die geplanten Maßnahmen vor und beantwortete Fachfragen zum Vorhaben. Die Träger öffentlicher Belange sowie Umwelt- und Naturschutzverbände brachten ihre Vorstellungen bezüglich der Untersuchungsgegenstände und -umfänge der Umweltverträglichkeitsuntersuchung ein. Andreas Frank dazu: „Der Termin verlief sehr sachlich. Wir haben noch interessante Fragestellungen aufnehmen können, die wir derzeit in die Antragsunterlagen einarbeiten.“

 Direkt im Anschluss an diesen Behördentermin wurde die Öffentlichkeit im Rahmen einer sogenannten Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 25 Abs. 3 VwVfG) über das geplante Vorhaben bereits weit vor Antragstellung unterrichtet. Bis Jahresende 2013 wurde eine ausführliche Vorhabenbeschreibung der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Bürger hatten Gelegenheit, etwaige Fragen, Bedenken oder Anregungen zu äußern.

Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und Bewirtschaftern laufen

Aktuell spricht das Konsortium mit Eigentümern und Bewirtschaftern der Grundstücke, die entlang der Feldleitungstrasse liegen, um Wegerechtsvereinbarungen abzuschließen. Insgesamt 188 Gestattungsverträge werden mit Privatpersonen und öffentlichen Trägern verhandelt, um die ca. 14 Kilometer lange Feldleitung nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss errichten zu können. „Mit dem Verlauf der Verhandlungen sind wir sehr zufrieden. Der Fortschritt entspricht durchaus unseren Erwartungen in der jetzigen Planungsphase“, betont Projektleiter Andreas Frank. Sind öffentliche Träger im Besitz von entsprechenden Flächen, so ist der Abschluss einer Vereinbarung oftmals erst nach Einreichung der Planfeststellungsunterlagen möglich.

Bohrarbeiten werden plangemäß fortgeführt – Neue Bohrung an der Siemensstraße

Parallel zur Vorbereitung der Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Erdölförderung liefen die Bohrarbeiten entsprechend der ursprünglichen Planung weiter. So konnte im Mai der Testbetrieb von der im ersten Quartal diesen Jahres durchgeführten Bohrung „Römerberg 4“ am Betriebsplatz an der Franz-Kirrmeier-Straße erfolgreich aufgenommen werden. Von dort aus wurden zuvor bereits vier Bohrungen niedergebracht.

Für Ende des Jahres ist vorgesehen, eine weitere Bohrung vom Betriebsplatz an der Siemensstraße abzuteufen. Die vorbereitenden baulichen Arbeiten zur Errichtung des Bohrplatzes sind derzeit noch im Gange. Nach Genehmigung der Bohrung durch das Landesamt für Geologie und Bergbau können die Bohrarbeiten im Anschluss beginnen. Für den Zeitraum von ungefähr vier Monaten wird dann eine Tiefbohranlage aufgebaut, die rund um die Uhr im Einsatz sein wird. Nach Ende der Bohrarbeiten wird die Bohranlage wieder abgebaut und das Bohrloch mit einem so genannten Eruptionskreuz sicher abgeschlossen.

Das Konsortium betreibt in Speyer zwei Betriebsplätze, an der Siemens- und Franz-Kirrmeier-Straße, mit insgesamt sechs Bohrungen. Die ursprüngliche Fundbohrung nahe des Heizkraftwerkes konnte hingegen nicht in Produktion gesetzt werden. Im Jahr 2013 wurden in der Domstadt ca. 180.000 Tonnen Roherdöl gefördert und zur Raffinerie nach Karlsruhe gebracht.

 

 

Auf dem Betriebsplatz 1 des Erdölbetriebes Römerberg-Speyer in der Siemensstraße rollen derzeit die Lastwagen: Seit Ende Juni wird dort gebaut, der Clusterplatz nach modernsten Standards für weitere Bohrungen und die langfristige Förderung ausgebaut. Foto: GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH

 

 

Kontaktieren Sie uns

  • Anschrift Projektbüro
    Brunckstraße 17 | 67346 Speyer
  • Info-Telefon | E-Mail
    +49 (0) 6232 / 6497949  | info (at) erdoel-in-speyer.de